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Das kleine Weihnachts ABC

Weihnachten - so möchte man fast beim Gang durch die festlich dekorierten Städte denken - ist eine Erfindung der Kaufhäuser. Das dass nicht stimmt, wissen wir alle. Aber was oft vergessen wird, sind die Ursprünge vieler weihnachtlicher Symbole und Handlungen. Einige von ihnen reichen weitzurück in die Geschichte, ja in vorchristliche Zeit; andere wiederum haben sich erst seit kurzem eingebürgert.

Das folgende "Weihnachts - ABC" erklärt, was es mit den einzelnen Dingen auf sich hat. Sollten Sie also von Ihren Kindern zukünftig daraufhin befragt werden, wissen Sie es besser.



Advent

Das Wort Advent stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet "Ankunft" (des Christkindes). Jedes Jahr gibt es vier Adventssonntage; der erste Advent fällt stets auf den ersten Sonntag nach dem 26. November. Am ersten Advent beginnt ein neues Kirchenjahr. Schon im 6. Jahrhundert nach Christi Geburt feierte man diese Festtage.


Christkindlmarkt

Diese Ansammlung von stimmungsvoll geschmückten Buden und Verkaufsständen war ursprünglich eine Messe. Hier konnte man in der Vorweihnachtszeit alles kaufen, was zum Fest notwendig ist - von Kerzen über Lebkuchen bis hin zum Tannenbaumschmuck. Insbesondere das Kunsthandwerk stellte seine Produkte aus, zum Beispiel Krippenschnitzereien, Körbe und Tonsachen. Auf kleinen Öfen brannte man Mandeln, röstete Kastanien und briet Würstchen. Bekannt für ihre Christkindlmärkte sind die Städte Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt, München und Berlin. Erst urkundliche Erwähnungen reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück.



Der Stern von Bethlehem

In dem Bericht der Bibel heißt es, das ein sehr heller Stern den Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Geburtsstätte des Christkindes, nach Bethlehem, gewiesen hat. Wie Forscher heraus gefunden haben - der erste war der Astronom Johannes Kepler - , gab es wirklich um das Jahr 0 herum eine solche Himmelserscheinung. Erklärungen hierfür gibt es mehrere; eine lautet, dass sich die Bahnen der Planeten Saturn und Jupiter so angenähert hatten, dass die Himmelskörper wie ein großer leuchtender Stern wirkten. Warum aber die Drei Weisen diesem Stern folgten, weiß bis heute keiner.







Die Heiligen Drei Könige

In keinem Weihnachtsspiel, in keiner Krippenszene dürfen sie fehlen die Heiligen Drei Könige. Eigentlich spricht die Bibel lediglich von den Drei Weisen aus dem Morgenland, die gekommen waren, das Christkind anzubeten. Später gab man ihnen die Namen Caspar, Melchior und Balthasar, und Sternsinger zogen zu ihrem Gedenken von Haus zu Haus. Wahrscheinlich machte die Überlieferung Könige aus ihnen, um damit die Bedeutung ihrer Reise nach Bethlehem zu unterstreichen. Lange Zeit wurden Gebeine, die man ihnen zuschrieb, in Mailand aufbewahrt; im 12. Jahrhundert wurden sie dann in den Kölner Dom überführt.



Glockenläuten

Die Christen der ersten Jahrhunderte kannten keine Glocken - ihr Glauben war ja zunächst im Römischen Reich verboten, und so konnten sie sich nur heimlich treffen. Später, als die Ausuebung dieser Religion erlaubt wurde, verwendete man Trompetenfanfaren, um die Gemeinde zusammen zurufen. Erst um die Jahrhundertwende verbreitete sich der neue Brauch, Glocken zu läuten. Heute kommt fast kein Gottesdienst ohne ihren typischen Klang aus, erst recht nicht zu Weihnachten.


Heiligabend

Wenn auch der 1.und 2. Weihnachtstag sozusagen offiziell das eigentliche Fest ausmachen, so gilt doch für viele Menschen - insbesondere für die Kinder - der Heiligabend als Höhepunkt. Kein Wunder, denn nach der Zeit des Wartens versammelt man sich ja im Kreis der Familie, um Geschenke auszutauschen. Wohl kein anderer Abend im Jahr ist von einer ähnlich festlichen Stimmung geprägt. Und trotz der sehr realen Bescherung erinnert man sich: Es war auch Nacht als das Christkind geboren wurde - eine ganz besondere Nacht, in der sogar Tiere reden können und die Sterne so hell wie nie scheinen. Kein noch so schöner Tag könnte diesen Zauber verbreiten; erst die Dunkelheit schafft den Rahmen, in dem das Licht so klar leuchtet.



Kerzen

Feuer und Licht gehoeren bereits seit Menschengedenken zu religiösen Zeremonien. Auch im christlichen Glauben werden diese Symbole mit langer Tradition verwendet. Früher stellte man sogar in der Weihnachtsnacht Kerzen in den Ställen auf, obwohl das sehr gefährlich war. Heute, im Zeitalter des elektrischen Stroms, verzichtet man auf diese Beleuchtung nur deshalb nicht, weil keine andere Lichtquelle eine vergleichbare Atmosphäre schaffen würde. Aber immer noch gilt, dass nur der Schein vieler Kerzen die Finsternis vertreiben kann.



Knecht Ruprecht

Diese weihnachtliche Gestalt ist eigentlich ein Überbleibsel aus heidnischer Vorzeit, als man sich zu Beginn des Winters versammelte, um dem rauhen Wetter zu trotzen. Wie damals ist auch der Knecht Ruprecht heute noch in dicke Mäntel verpackt - daher sieht er oft etwas unheimlich aus. Je nach Landstrich erfüllt er seine Aufgabe. In manchen Gegenden erscheint er am Nikolaustage, in anderen in der ganzen Adventszeit. Meistens jedoch ist er der Begleiter des Nikolaus`, der - je nachdem - Äpfel und Nüsse an die Kinder verteilt oder mit der Rute droht. Andere Namen für ihn sind unter anderem: Hans Muff, Krampus, Schmutzli, Pelzebock und Rumpelklas.


Nikolaus

Im Gegensatz zum Knecht Ruprecht verbindet man in der Regel mit dem Namen Nikolaus nur freudige Ereignisse. Zwar soll auch er in seinem schweren Sack eine Rute verbergen, doch gilt er eher als gütiger, alter Mann. Kein Wunder, denn er ist ja der "Heilige" Nikolaus. Tatsächlich gab es im 3. Jahrhundert einen Bischof dieses Namens, der in der Stadt Myra in Kleinasien wirkte. Fromme Seeleute entführten seine Gebeine im Jahre 1087 nach Italien, und von dort verbreitete sich sein Name bis Nordeuropa und in die ganze Welt (in englischsprachigen Ländern heißt er - kurz für Nikolaus - Santa Claus). Er galt als der Schutzpatron nicht nur der Schiffer sondern auch der Schüler, da er nämlich einigen Jugendlichen einmal das Leben gerettet hatte.




Nikolausstrumpf

Weihnachten stellen wohl die meisten Kinder Schuhe vor die Tür, damit der Nikolaus ihnen etwas hineinlegt. Früher hing man zu diesem Zweck Strümpfe auf. Das kam - einer Legende zufolge - so: Der Nikolaus, der für seine guten Taten schon zu Lebzeiten bekannt war, hörte eines Tages von drei Schwestern, die fürchterlich arm waren. Voller Besorgnis und Mitleid schlich er nachts zu ihrem Haus und warf drei Goldstücke durch den Rauchabzug ihres Häuschens. Sie landeten aber nicht in der Feuerstelle, sondern in den Strümpfen der Mädchen, die sie dort zum trocknen aufgehängt hatten. So hofften die Leute später, dass auch ihre am Schornstein aufgehängten Strümpfe am Morgen eine Überraschung enthalten würden.


Tannenbaum

Wer möchte in der kalten Jahreszeit, in der das Laub längst zu Boden gefallen ist, nicht etwas grünes in seiner Wohnung haben? Dieser einfache Wunsch ist die Erklärung für die Existenz unseres Tannenbaumes - er gibt uns neue Hoffnung, wenn auch nur symbolisch. Hinzu kommt, dass die Verwendung von allerlei Gewächsen in vielen Religionen zum Kult dazugehört. Schon die alten Ägypter sahen den zwölfsprossigen Palmzweig als heiliges Zeichen an. Der Weihnachtsbaum in der heute etwa gebräuchlichen Art wird seit mehreren Jahrhunderten aufgestellt. Von Deutschland aus fand er seinen Weg in zahlreiche Länder der Erde.




Weihnachten

Geburtstage zu feiern, auch die des Christkindes, war nicht immer üblich. Viel verbreiteter war die Sitte, die Todestage von wichtigen Persönlichkeiten festlich zu begehen. Auch die frühen Christgemeinden handelten danach; erst relativ spät - 4. Jahrhundert - ging man dazu über, der "geweihten Nacht" besonders zu gedenken. Dass sich diese Sitte dann durchsetzte und Weihnachten zu einem der volkstümlichsten Feste überhaupt wurde, liegt vielleicht daran, dass die nordischen Stämme Europas zu derselben Zeit ohnehin feierten, die Wintersonnenwende nämlich. So behielt man wahrscheinlich das Datum bei, während sich der Sinn im Laufe der Geschichte wandelte. Übrigens fällt die Geburt des Christkindes durch verschiedene Kalenderverschiebungen in manchen Ländern auf ganz andere Tage.





Weihnachtsbäckerei

Natürlich gehört zu einem ordentlichen Fest auch eine gehörige Portion gutes Essen und Trinken. Gerade die einfachere Bevölkerung dachte seit jeher in dieser Beziehung an das Nächstliegendste. Daher stammt in manche Gegenden Norddeutschlands wohl auch der treffende Name "Vollbauchabend" oder "Dickbauchabend" für Weihnachten. Dass dieses Fest aber nicht zu verdorbenen Mägen führen soll, führt uns die Form des berühmten Christstollens vor die Augen. Diese Backwerk war früher nämlich ein Brot (deshalb auch noch das ähnliche Aussehen), das man den Göttern der Naturgewalten zur Besänftigung übergab. Und schließlich vertragen sich Opfergaben nicht mit Schlemmerei!



Weihnachtsgrußkarten

Ob sie wirklich Glück bringen, die mit der Post versandten Briefe und Karten zur Weihnachtszeit? Ein netter Gruß sind sie allemal, für viele auch ein Anlass, endlich einmal wieder von sich hören zu lassen. Zum weitverbreiteten Brauch wurden sie allerdings erst durch die Findigkeit eines Engländers, der seine Kunsthandlung beleben wollte. Er verkaufte ab 1843 vorgedruckte Karten mit schönen Ornamenten und vorformulierten Sprüchen, unter die die Absender nur noch ihre Namen zu setzen hatten. Ihm entgegen kam der alte Brauch, zum
Valentinstag, dem 14. Februar, ähnliche Karten zu versenden.



Weihnachtslieder

Zwar gibt es bereits seit dem 11. Jahrhundert spezielle Weihnachtslieder, doch wurden diese Art von Musikstücken erst in unserem Jahrhundert so richtig populär - nicht zuletzt dank Rundfunk, Fernsehen und Schallplatte sowie modernerer Arragements und gefälliger
Neukompositionen. Aber gerade die etwas älteren Lieder sind es, die zum festen Stamm gehören. Vielleicht deshalb, weil sie ehrlich und überzeugend klingen? Übrigens wurde eines der bekanntesten Lieder, "Stille Nacht", im Jahre 1818 von einem Lehrer und einem Organisten in nur wenigen Stunden geschrieben. Es hieß ursprünglich "Kirchenlied auf die heilige Christnacht für Sopran und Alt mit stille Orgelbegleitung".



Weihnachtsmann

Wer nicht an den Weihnachtsmann glaubt - der sollte sich den Text unter dem Stichwort "Nikolaus" durchlesen. Es gab ihn zumindest! Denn kein anderer als der Nikolaus verbirgt sich hinter dem gütigen Gabenbringer mit dem großen, weißen Bart und der pelzbesetzten Kapuze. Noch heute erinnern seine hohe Mütze und der Stab an die
Bischofszeichen. Seine Existenz verdankt der Weihnachtsmann eigentlich Martin Luther. Nach der Reformation nämlich ging man mehr und mehr dazu über, die Heiligengestalt durch den "Weihnachtsmann" zu ersetzen. Durch seine weitgehende Vereinnahmung im westlichen Bereich stellt er heute wohl die typischste Figur der festlichen Winterzeit dar - er enthält eben sowohl religiöse wie sehr reale Elemente. Und auch diejenigen, die Weihnachten nicht traditionell verbringen möchten, freuen sich über den lustigen Gesellen. Für die anderen aber ist er - wie in mancher Legende und Geschichte - der Beschützer des Christkindes, dessen Geburt zu Weihnachten gefeiert wird.


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